Spuren jüdischen Lebens in Rüsselsheim

Spannender Workshop in Rüsselsheim. Wobei das Fotografieren eher zur Nebensache wurde. Wichtiger waren Recherche, Konzept und die anschliessende Bildbearbeitung. Jeder Teilnehmer beschäftigte sich mit einer Familie und deren Geschichte, wobei die Spurensuche bzw. das Auffinden der wenigen Spuren sich oft schwierig gestaltete. Diese dann in einem Bild zusammenzuführen: Vergangenheit und Gegenwart, Fakten und das schwer nachzufühlende aber präsente Grauen, das auch oder gerade im Kleinen und Persönlichen seine ganze Dimension offenbart, war die eigentliche Herausforderung.

Erschreckend auch die Tatsache, wie wenig man im Grunde doch weiss über diese Zeit, obwohl wir doch zu der Generation gehören, die sich in der Schule und auch später sehr ausführlich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.

Hier noch ein Link zu einem Artikel in der Main-Spitze vom 23.02.15

Einladung zur Vernissage

Pressemitteilung zur Eröffnung der Fotoausstellung im Stadt- und Industriemuseum

Bau.Form.Bild.
Fotoausstellung zur Rüsselsheimer Nachkriegsarchitektur
In den Fokus der ambitionierten Fotografinnen und Fotografen aus dem Fotoworkshop des Stadtarchivs rückte im vergangenen Herbst der so genannte Rüsselsheimer Dienstleistungsgürtel. Er reicht bekanntermaßen vom Stadtkrankenhaus über Fachhochschule, Hallenbad, Schule, Treff und Theater bis hin zum Geländer der städtischen Betriebshöfe und der Stadtwerke. Nach intensiven Vorstudien am Bildmaterial des Stadtarchivs entstanden bei gemeinsam Exkursionen unter der Leitung des Fotografen Frank Möllenberg neue Ansichten dieser längst ins Stadtbild integrierten Bauten. Im Alltag geht vielfach der Blick auf die besondere Ästhetik der Nachkriegsarchitektur mit ihrer Vision von Modernität verloren.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spüren dem besonderen Reiz der Formsprache nach und eröffnen mit ihren Fotos einen neuen Zugang zu einer oft als schäbig verunglimpften Baukultur. Ihre Werke zeigen, wie sehr mit diesen Gebäuden markante städtebauliche Akzente gesetzt wurden und rücken sie wieder ins Rampenlicht.
Das Stadt- und Industriemuseum lädt ein zur Vernissage am Freitag, dem 7. Februar um 19 Uhr in den Sonderausstellungsraum im 1. OG des Nordflügels. Der Eintritt ist frei.
Anschließend kann die Ausstellung zu den museumsüblichen Öffnungszeiten besichtigt werden. Der Eintritt von 3,50 € für Erwachsene und 1,50 für Kinder ab 6 Jahren berechtigt auch zum Besuch der anderen Abteilungen des Museums.

Fertig

Das Alpha Rotex ist fertig, seit knapp drei Wochen arbeiten wir darin, mein ursprüngliches „Projekt“ ist somit eigentlich abgeschlossen. Hier nochmal ein paar aktuelle und buntgemischte Eindrücke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber da ich die Kategorie ja vorausschauend „Gateway Gardens“ genannt habe und nicht „Alpha Rotex“, werde ich vermutlich weitermachen. In diesem Stadtteil tut sich viel und wird sich auch in Zukunft noch viel tun – bis einschliesslich zum geplanten Bau der S-Bahnstation, deren Fertigstellung für Ende 2018 erwartet wird.

Es bleibt spannend.

Tschüss Langer Kornweg 7!

Erst waren es Jahre, die der Umzug noch entfernt war, dann Monate, dann nur noch Wochen, und dann, plötzlich und unerwartet, war der unwiderruflich letzte Tag im alten Büro gekommen.

Einiges lassen wir zurück bzw. in die ewigen Jagdgründe eingehen

Anderes bekommt ein neues Zuhause

Einiges werden wir vermissen

Anderes eher nicht

(irgendwie hatten einige gefühlt sehr oft Küchendienst, wenn die Hälfte der eigenen Gruppe nicht da war und ein weiteres Viertel sich eh nie um irgendwas gekümmert hat)

(der Hof des Ibis nebenan.)

(der Blick aus unserem Fenster zum IBIS. Gerüchten zufolge löst sich das ganze Gebäude spätestens ein Jahr nach Ablauf der Abschreibungszeit in seine Bestandteile auf. Unvergessen auch die Menschen, die dort Essbares und (vermutlich stinkige) Schuhe aufs Fensterbrett packten – sehr zur Freude der Kelsterbacher Elstern und Krähen)

(bei +30 Grad ohne Klimaanlage im Büro halfen die allerdings auch nicht viel)

Und nicht im Bild festgehalten:

– das nervige Klingeln der Eingangstür

– Besucher und Kollegen, die laut telefonierend oder sonstwie auch für ältere Menschen sehr gut hörbar sprechend über den Flur gingen

– „Küchenmails“

– nicht aufgeräumte Meetingräume

– die ab drei Tropfen Regen nicht mehr schliessende Eingangstür

– „wer steht auf meinem Parkplatz“ Fragen (ok, danach werden wir uns eventuell noch zurücksehnen…)

– nicht aktivierte oder nicht deaktivierte Alarmanlagen

Wenn in einigen Monaten die ersten sentimentalen „wisst ihr noch“ aufkommen, werde ich daran erinnern!

Manches wird vermutlich auch im neuen Büro unverändert gültig bleiben

Schränke leerten sich, Kartons füllten sich

Firmenausweise wurden abgegeben

Die letzte Currywurst in diesen Räumlichkeiten gegessen

Letzte Spuren wurden beseitigt

Eine letzte Telefonkonferenz geführt

(huch, wo sind sie denn?)

Ein letzter Blick über meine Büroheimat der letzten 11,5 Jahre, bevor auch der Rest eingepackt wurde

Und dann hiess es endgültig: Tschüss, Langer Kornweg 7.