2024 - das Singen ...

… wieder gefunden und wieder verloren.

Nach vielen, vielen Jahren im Chor hatte ich dort ca. 2016 aus Gründen aufgehört. Nochmal einen kurzen Anlauf (völlig unvorbereitet) in 2018 oder 2019 genommen, krachend gescheitert, alle diesbezüglichen Pläne erstmal auf Eis gelegt, dann kam ohnehin Corona. Jetzt also mit mehr Zeit und Muße neu überlegt.

Es begann mit einem Stimmbildungsworkshop im Januar, eine Dreiergruppe, sehr unterschiedliche Stimmen, sehr unterschiedliche Motivationen. Daraus wurden Einzelstunden bei der Stimmbildnerin. Viel Freude, aber auch die Erkenntnis: das bringt mich so nicht weiter.

Einen neuen Lehrer gesucht und gefunden und ab April dort angefangen. Ebenfalls große Freude, viel gelernt, aber auch anscheinend zu viel selbstgemachter Stress. Ab Anfang September war Schluss, nichts ging mehr. Andauernde Heiserkeit, ein Kehlkopf, der bei höheren Tönen einfach komplett zumachte, da kam nicht mal mehr heiße Luft. Große Angst, einige Arztbesuche, parallel Probleme mit der Schilddrüse, ist das vielleicht die Ursache? Komischerweise könnte ich ja mit organischen Ursachen leichter leben als mit seelischen.

Parallel hatte ich in einem kleineren Chor angefangen zu singen. Menschlich sehr angenehm, musikalisch – nunja … Da war logischerweise ab Anfang September auch (erstmal) Schluss.

Vor allem das Erarbeiten von Liedern und Arien hat mir sehr viel Freude gemacht. Ich denke an die Zeit im Sommer zurück, als ich total glücklich hier saß und mir hintereinander ca. 20 Interpretationen einer Arie oder eines Liedes anhörte. Was für ein Luxus! Auch all das, was ich parallel recherchiert habe (z.B. Stichwort Richard Strauss und Hermann Hesse), hat mich sehr erfüllt.

Nach großer Traurigkeit im September und Oktober habe ich mich wieder einigermaßen berappelt. Ob und wie es weitergeht, bleibt vorerst in der Schwebe.