Vera Duerkop Fotografie | Blog
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Vera Duerkop Fotografie

Sehen und Gestalten mit Prof. Harald Mante

Posted by Vera in Exkursionen

Wer wie ich viele Details aufnimmt landet vermutlich früher oder später bei Harald Mante bzw. seinen Büchern. Irgendwer hatte ihn mir vor Jahren empfohlen, sein Buch „Das Foto“ steht schon recht lange bei mir Regal (grösstenteils gelesen), und auch andere seiner Bücher kamen nach und nach dazu. Jetzt ergab sich für mich kurzfristig die Möglichkeit, an einem seiner Seminare teilzunehmen, live und in 3D. Organisiert wurde das Ganze vom dpunkt Verlag in Heidelberg, und dort (also in Heidelberg) fand der Workshop auch statt.

Aufgrund der Beliebtheit des Dozenten hatte ich eine Art Massenveranstaltung befürchtet, aber es waren nur ca. 25 Teilnehmer, von denen nicht mal alle durchgehend dabei blieben. Viele waren „Wiederholungstäter“, wenn nicht sogar Jünger, mindestens aber Fans.

Freitag mittag ging es mit einem grossen theoretischen Block in Form von Diavorträgen los. Interessant dabei fand ich (neben vielen anderen Dingen, auf die ich vielleicht später noch eingehe), dass die Überprüfung der Qualität eines Bildes im Grunde erst an vierter Stelle kommt. Vorher passiert schon einiges mehr, z.B. das rationale Erkennen des Motives („Man kann nur erkennen was man kennt“), gefolgt vom emotionalen Reagieren des Betrachters, das man nur sehr bedingt beinflussen kann. An dritter Stelle kommt die Frage nach dem Sinn und Zweck eines Bildes (ist es im Rahmen eines Wettbewerbs entstanden, gab es eine Aufgabe oder ein Thema usw.) , und erst danach beginnt die Überprüfung der Qualität eines Bildes (Anmerkung von mir: wenn die Augen des Betrachters überhaupt so lange durchhalten und nicht bis dahin eh schon längst weitergezogen sind).

Inhaltlich kannte ich die meisten Punkte (Bildaufbau, Farbgestaltung, usw) schon ein wenig aus seinen Büchern, deshalb fand ich vor allem die Geschichten zu den Bildern bzw. deren Entstehung, die er immer mal wieder einstreute, spannend und interessant.

Samstag durften wir dann selber ran. Jeder zog für sich los, es gab keine festen Themen oder Aufgaben, abgesehen davon, dass wir Serien und / oder Sequenzen aufnehmen sollten. Natürlich waren auch Einzelbilder erlaubt, aber der Schwerpunkt sollte schon bei der Serie liegen. Nachdem ich mich am Anfang von der Vielzahl der Möglichkeiten fast erschlagen fühlte, wurde es besser, nachdem ich mich auf ein Hauptthema (Schatten) und zwei Nebenthemen (Zahlen und „Fassadenbilder“) festgelegt hatte.

Heidelberg kannte ich von einigen Konzerten mit dem Chor schon ein wenig, aber so richtig gemütlich durch die Gassen gelatscht war ich noch nie, und so liess ich mich einfach treiben. Entdeckte auf dem Weg zu entfernt gesichteten Motiven viele andere spannende Dinge.  Genoss den schönen Sommermorgen. Ass mein erstes Eis in diesem Jahr. Und stellte fest, dass es immer wieder die Kleinigkeiten sind, die mich faszinieren. Ich war nämlich weder am Schloss noch am Neckar, und auch die sehr belebte Fussgängerzone kreuzte ich meistens nur. Zum Schluss wurden einige Fotos zur Präsentation ausgesucht und beim Drogeriemarkt ausgedruckt, dann ging es wieder zurück in den Hörsaal.

Dort folgte erstmal ein weiterer Theorieteil, danach konnten die ersten Teilnehmer ihre Bilder zur Begutachtung auslegen. Einer (ich nannte ihn für mich den „Streber“, weil er bei den Vorträgen besonders eifrig mitschrieb und auch später von allen Tableaus, die ausgelegt wurden Fotos machte) hatte sich besonders viel Mühe gemacht und seine Fotos auf schwarzem Karton aufgeklebt. Das kam beim Meister allerdings nicht so besonders gut an, denn der hätte zu gerne die Abstände verändert, Bilder hin- und hergeschoben usw.  Andere hatten bei der Motivwahl anscheinend sehr bewusst auf seine Vorlieben spekuliert (Stichwort Fallrohre, ich habe mich sehr amüsiert), das funktionierte aber auch nur sehr bedingt.  Wieder andere legten den ganzen Tisch voll mit ihren Bildern. Wobei er einige explizit nach ihren aussortierten Bildern fragte, denn seiner Meinung nach verstecken sich dort oft die Schätzchen, die unter Umständen den Grundstock zu einer anderen Idee bilden, die man selber vielleicht gar nicht so wahrgenommen hat. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich vermutlich nicht so brav nur meine zwei Serien ausgelegt, aber egal. Heute vormittag ging es weiter mit dem zweiten und wesentlich umfangreicheren Teil der Bildbesprechung, es war viel Schönes dabei, vieles was ich nicht so interessant fand, und insgesamt vor allem einfach zu viel. Mich hat es irgendwann nur noch erschlagen (aha, schon wieder Fahrräder als Thema…)

Als Abschluss zeigte er uns Mappen mit Ergebnissen seiner Studenten und von Seminarteilnehmern. Sehr interessant und inspirierend. Wie überhaupt das ganze Wochenende mit persönlich viele neue Ideen gebracht hat. Es war eine ganze Menge dabei, was ich so oder so ähnlich sicher mal ausprobieren werde.

Aber was mich glaube ich am meisten beeindruckt hat, war seine Begeisterung und Liebe zur Fotografie. Man merkt, dass er mit ganzem Herzen bei der Sache ist, da springt der Funke leicht über.  So ein richtiger Mante-Jünger werde ich vermutlich nicht, aber wenn sich die Möglichkeit ergibt, besuche ich nochmal ein Seminar bei ihm.

 

 

Mehr Bilder demnächst in diesem Theater.

08 Mai 2011 1 comment / READ MORE

Mal wieder Osthafen…

Posted by Vera in Nur So, Stadtlandschaft

… denn das neue Objektiv wollte etwas ausgiebiger getestet werden. Absichtlich habe ich einige Motive gewählt, die ich ziemlich genau so oder so ähnlich vor einem Jahr schon aufgenommen hatte, um den direkten Vergleich zu haben.

Das Gute ist: Ich hätte nie gedacht, dass der Unterschied zwischen einem eher günstigen Objektiv und einem mit rotem Ring so krass sein würde.
Das Schlechte ist: jetzt will ich nichts anderes mehr.

02 Mai 2011 2 comments / READ MORE

Freundinnen

Posted by Vera in Momente, Natur, Nur So

Im Stadtpark habe ich zwei Freundinnen (nein, eigentlich sind es drei), die ich mehr oder weniger regelmässig besuche und denen ich mich aus ziemlich offensichtlichen Gründen verbunden fühle. Im Laufe der Jahre war ich zu den unterschiedlichsten Tages- und Jahreszeiten dort, und jedes Mal kommen mir die zwei ein wenig zusammengesunkener und zerbröselter vor. Heute war ich wieder dort, um meine Neuerwerbung (70-300) zu testen.

Ich war mir sicher, bereits hunderte von Fotos von den Mädels zu haben, aber es sind erheblich weniger (oder ich war schlampig beim Verschlagworten).

Das Mädchen mit der Katze

31.12.2001 (noch mit der Nikon Coolpix, lang lang ist’s her)

16.12.2007

10.09.2008

22.11.2008

29.04.2011

Die Lesende

10.11.2001

31.12.2001

16.12.2007

29.04.2011

29 Apr 2011 no comments / READ MORE

Galerie: Leerstellen 2011

Posted by Vera in Exkursionen
 
28 Apr 2011 no comments / READ MORE