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Vera Duerkop Fotografie

Galerie: Verna Park II

Posted by Vera in Exkursionen
 
28 Okt 2011 no comments / READ MORE

Galerie: Verna Park I

Posted by Vera in Exkursionen
 
28 Okt 2011 no comments / READ MORE

Über das Reisen allgemein und im Besonderen

Posted by Vera in Allgemein, Reisen

Nein, Reisen ist nichts für mich. Das stelle ich jedes Mal wieder fest. Wo andere kurz vor dem Abflug schnell ein paar Klamotten in eine Tasche werfen schreibe ich Wochen vorher Listen und stelle komplizierte Überlegungen an. Das betrifft nicht so sehr die Kleidung, sondern vielmehr den technischen Schnickschnack: Welches Objektiv oder welche Objektive? Ladegerät oder reichen die Ersatzakkus? Welche Musik soll aufs Handy, welche Daten brauche ich auf dem Reisenotebook? Die Frage, welche Bücher nehme ich mit stellt sich – Kindle sei dank – nicht mehr, aber stattdessen die Frage, wie lade ich ihn gegebenenfalls auf.

Das alles gipfelt in einer Häufchenbildung in meiner Wohnung bereits Tage vor Abfahrt oder -flug. Das Packen selber geht dann verhältnismässig schnell, aber dennoch – die Vorbereitung kann so gut sein wie sie will – endet es immer mit Stress in den letzten Minuten, bevor ich die Wohnung verlasse. Spätestens, wenn ich im Flugzeug sitze stelle ich mir jedes Mal die Frage „warum tue ich mir das überhaupt an? Zu Hause ist es so nett, und ich könnte so viele schöne Dinge tun in dieser Zeit, die ich weit weg von allem Bekannten verbringen werde“

Diesmal ging es in die Türkei, genauergesagt nach Lykien, noch genauer nach Kas. Und die obige Frage nach dem „warum“ stellte sich mir auch dort: wenn ich nach einer halb durchwachten Nacht mückenzerstochen aufstand. (Da lernt man die Weckaktionen des Katers richtig zu schätzen!) Oder wenn Mitreisende meine Kamera mit den Worten kommentierten „na die Kamera muss doch tolle Bilder machen!“ (*gna*) Oder wenn ich mit ächzenden Knien und leise protestierender Achillessehne die Riesenstufen einer Burg hochkletterte, während mir der Schweiss vermischt mit Sonnencreme in die Augen lief, so dass ich halbblind weiterstolpern musste. Oben nach Reinigen der Brille und Auswischen der Augen stellte ich meist fest, dass sich die Mühe durchaus gelohnt hatte. Was ich natürlich auch versuchte in Bildern festzuhalten, aber diese sahen abends beim Sichern auf dem Reisenotebook allesamt eher langweilig und flau aus.

Dann waren die zwei Wochen vorbei, und während ich zu Hause auspackte und den Kater knuddelte, liess ich schon mal die Fotos von den Speicherkarten auf den PC übertragen. Spätabends sah ich sie mir zum ersten Mal an, und siehe da, es sind doch ein paar ganz schöne dabei.

Und genauso wie das Fazit bei den Bildern fällt auch das Gesamtfazit der Reise im Nachhinein positiv aus.

Es war sehr entspannend, mal zwei Wochen ohne Email, flickr, Google+, Facebook, Nachrichten, Fernsehen, Telefon usw. zu verbringen. Vor allem das Fernsehen hat mir überhaupt nicht gefehlt. Da wird einem mal wieder bewusst, wieviel Zeit man im Alltag mit all diesen Dingen vertrödelt und wie sehr sie das Grundrauschen um einen herum verstärken.

Wie überhaupt Stille mein persönliches Highlight dieses Urlaubs ist. Z.B. in Pinara in den Kiefernwäldern bei den Felsengräbern, wo man zeitweise nur den Wind und die Vögel hörte. Oder auf der Terrasse vom Hotel, wenn alle anderen mit Wandern, Shoppen oder Baden beschäftigt waren. Oder auf Kastellorizo beim Schlendern durch die Gässchen ein wenig abseits der „Hauptstrasse“.

Jetzt werde ich nachts wieder von der grossen getigerten Mücke geweckt und steige die 67 Stufen zu meiner Wohnung ohne Sonnencreme in den Augen hoch. Der Alltag hat mich wieder, aber so ein bisschen was von der Ruhe der vergangenen zwei Wochen versuche ich zumindest noch für eine Weile mit herüberzuretten.

Mehr Bilder werden folgen…

18 Okt 2011 no comments / READ MORE