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Fotos auf Leinwand

Posted by Vera in Nur So

Erster Versuch: photobox.de

Die hatte mir mal irgendjemand empfohlen, seit einiger Zeit hatte ich den Newsletter abonniert, und als es mal wieder superduper Rabatte gab, habe ich bestellt.

Beim Rand hat man nur die Wahl zwischen „Rand bedruckt“ und „Rand unbedruckt“. Weisse Ränder gehen gar nicht, somit habe ich meine Bilder entsprechend vergrössert, damit wichtige Teile nicht zu nah oder über den Rand hinaus gedruckt werden. Bei einer Leinwandgrösse von 30×20 und einer Rahmendicke von 1,8 cm ist der Punkt nämlich ziemlich schnell erreicht.

Erstes „nanu?“: bei 1,8 cm „Nahtzugabe“ an jeder Seite zeigte die Ansicht am Bildschirm immer noch Teile des eigentlichen Bildes am Rahmen an. Also nochmal korrigiert, bis es am Bildschirm in der Bestellsoftware optimal in den Rahmen passte.

Zweites „nanu?“: bei Lieferung wird ausdrücklich Deutsche Post und DHL genannt, somit gab ich als Lieferadresse „meine“ Packstation an. Zwei Tage später bekam ich eine Mail vom Kundendienst, dass sie nicht an Packstationen liefern können. Es stellte sich heraus, dass mit Kurierdienst verschickt wurde. Also zähneknirschend die Lieferadresse auf die Firma geändert, denn bei häufig wechselnden Nachbarn möchte ich nur ungern das Spiel „wen mag der Kurierfahrer wohl mit diesem unleserlichen Namen gemeint haben“ spielen.

Zwei Tage später kam das Paket an. Beim Auspacken dann grosse Enttäuschung, denn die Rahmen waren teilweise weiss und das, was ich auf die Rahmen gedruckt erwartet hätte, erschien grösstenteils auf dem Bild. Bei 1-2 mm hätte ich ja nichts gesagt, aber die Abweichung betrug an jeder Seite 0,8 – 1,5 cm. Auch die Farben wichen doch sehr stark von dem ab, was ich an meinem (kalibrierten) Monitor sehe. Da konnten auch die ansonsten gute Qualität des Rahmens und der Leinwand nichts mehr herausreissen.

Der Reklamationsschriftverkehr zog sich dann etwas, immerhin war die nette Dame ehrlich genug zuzugeben, dass sie bei einem Neudruck kein besseres Ergebnis garantieren könne und an der Problemlösung noch gearbeitet würde. Dennoch frage ich mich, wie das denn bei anderen Kunden mit dem Rahmen funktioniert – oder ist es den meisten schlicht egal, was auf dem Bild und was auf dem Rahmen sichtbar ist? Inzwischen habe ich die Kosten für die 3 der 5 Leinwände, die komplett unbrauchbar sind, erstattet bekommen.

 

Nach der Pleite mit photobox wagte ich einen zweiten Versuch, diesmal mit „meinxxl“ auf Empfehlung von J.

Auch dort sind die normalen Preise eher Mond- oder Apothekenpreise, es gibt aber über den Newsletter ständig für wechselnde Formate sehr günstige Sonderpreise. Wenn man es also nicht gerade sehr eilig hat, lohnt es sich, diese Newsletter mal ein paar Tage oder Wochen zu beobachten. Bei meinem ersten Newsletter kostete das Format 100×75 cm gerade mal EUR 20,- , weshalb ich nicht lange überlegte und ausserdem noch einige Bilder im Format 30×20 cm zu je EUR 3,50 mitbestellte.

Hier gibt es bei der Art des Randes mehrere Optionen: weiss, schwarz, gespiegelt, gezerrt und gefaltet. Für mich bzw. meine Bilder fand ich bisher die gespiegelte Variante am schönsten. Das hat ausserdem den Vorteil, dass man an seine Bilder nicht noch mühsam was dranrechnen muss.

Nur für ein Bild (das bei photobox komplett misslungen war) habe ich „gefaltet“ gewählt und auch exakt die Datei hochgeladen, die ich bei photobox verwendet hatte.

Die Lieferung erfolgt ebenfalls per Kurierdienst, dies ist aber immerhin schon bei der Bestellung ersichtlich. Mittwoch bestellt, Freitag versandt, Montag angekommen – auch in dem Punkt gibt es nichts zu meckern.

Vor allem überzeugte mich aber die Qualität: die Farben entsprechend ziemlich genau dem, was ich am Monitor sehe, die Ränder sind komplett bedruckt und sowohl bei der gespiegelten als auch bei der gefalteten Variante passgenau.  Einziges kleines Manko: die Leinwände sind teilweise nicht sehr straff gespannt, und die Keilrahmen sind keine echten Keilrahmen, haben also weder Keile noch die zum Keilen nötige Gehrung. Die grosse Leinwand von 100×75 hat keine Querstreben, von daher bin ich gespannt, ob sie sich bei längerem Hängen verzieht.

Insgesamt war aber alles sehr positiv, so positiv, dass ich inzwischen schon eine zweite und eine dritte Bestellung auf den Weg gebracht habe.

Hier zum Vergleich oben das Ergebnix von meinxxl, unten das von photobox (nein, es kam nicht zerschnitten an…).

13 Nov 2016 no comments / READ MORE

Verwandlung

Posted by Vera in Experimente

Auf meinem Rechner befindet sich ein Bilderordner mit Namen „in Arbeit“. Dahinein wandern  – wer hätte das gedacht – angefangene Arbeiten; aus irgendeinem Grund unterbrochen oder zu schlecht um „fertig“ genannt werden – aber nicht schlecht genug, um komplett gelöscht zu werden. (Nunja, bei dem einen oder anderen bin ich mir vielleicht doch nicht so sicher…) Jedenfalls schaue ich da ab und zu mal rein und hoffe, dass mir beim Drübergucken ein Geistesblitz kommt, was man mit dem einen oder anderen Fragment anfangen könnte. So auch heute.

Das hier war das bewusste Fragment:

mohn_www

Und das da oben wurde daraus.

Ich mag dieses Unplanbare, Unvorhersehbare, auch wenn es hilft, mit einer Idee im Kopf angefangen zu haben. Aber vor allem mag ich diese Gefühl, wenn man auf einmal sieht, wo die Reise (zumindest für dieses Bild) hingehen wird. Plötzlich macht es „klick“ und alles ist ganz einfach. Überflüssige Ebenen rausschmeissen, ein bisschen Feintuning, fertig. Dabei vergisst man dann wieder, dass der Weg bis dahin oft ziemlich zäh und langwierig war.

Achja: die Bäume sind von der Rügenreise 2007, der Mohn aus dem Botanischen Garten im Juni dieses Jahres. Und ein bisschen U-Bahn Frankfurt ist auch dabei.

08 Nov 2016 no comments / READ MORE

Making of „Shopping“

Posted by Vera in Experimente

Weil nach der Technik gefragt wurde, hier ein paar Infos zur Entstehung dieses Bildes.

Basis ist ein verwischtes Bild aus einem Einkaufszentrum, aufgenommen an einem Sonntag (nur dann finde ich Einkaufszentren einigermassen erträglich ;-)).

Darüber liegt ein weiteres Bild aus diesem Einkaufszentrum, von dem aber nur die Teile übrigblieben, die diese Illusion der Spiegelung auf dem Boden erzeugten. Die „Personen“ sind Schaufensterpuppen aus einem anderen Bild. Darüber liegt eine Struktur / Textur. Das goldfarbene Leuchten stammt von dem Foto einer Wasserspiegelung, der violett-bläuliche Boden entstand durch eine weitere entsprechend farbige Textur.

Dann gibt es noch eine Füllebene und ein paar Einstellungsebenen.

 

Das sind die beteiligten Bilder:

making_of_shopping

04 Nov 2016 no comments / READ MORE

Heimbach

Posted by Vera in Exkursionen

(geschrieben am 13.11.)

Vom 21. – 23.10. fand der mit Spannung erwartete Workshop bei der Kunstakademie Heimbach statt. Titel „Innenwelt der Aussenwelt“.

Fazit – die Kurzfassung: naja.

Wobei eigentlich fast alles „auja“ war: das Ambiente, die übrigen Teilnehmer, die Bildergebnisse und die Schlussbesprechung mit dem Professor… Nur der Workshop selber….

Es trafen allerdings auch zwei Welten aufeinander: der Kursleiter, der am liebsten alles im Studio fotografiert und nicht verstehen kann, dass einige Teilnehmer lieber auch bei nicht ganz tollem Wetter nach draussen wollen. Der lieber inszeniert anstatt improvisiert. Der „der Wald spricht zu mir“ mit einem Bild, in welchem die Äste Münder haben übersetzen würde. (am ersten Tag dachte ich noch „das kann er nicht ernst meinen“, am dritten war ich doch relativ sicher, dass er das ernstgemeint hatte)

Das, was ich aber für mich (mal wieder) gelernt habe ist, dass es hilft, mit einer Idee im Kopf anzufangen. Auch wenn die Reise anschliessend womöglich ganz woanders hingeht. Ich ging mit einer Idee los, die nicht so ganz meine war, sammelte einiges an Bildern und setzte mich irgendwann in Ruhe auf eine Bank, um meine bis dahin gefundenen Bilder anzusehen und zu überlegen „was habe ich – was will ich wirklich – was brauche ich dazu noch“. Danach war das Fotografieren der noch fehlenden Bilder und die Arbeit am Notebook ziemlich einfach.

Mein persönliches Hightlight waren aber am dritten Tag 15 völlig ungestörte Minuten oben auf der Burg mit ein paar gar nicht zum Thema gehörenden Grashalmen.

 

 

Und Käpt’n Blaubär habe ich auch getroffen 🙂

 

24 Okt 2016 no comments / READ MORE